Haarentfernung auf die süße Art: Sugaring

„Sugaring“ liegt voll im Trend. Damit gemeint ist eine spezielle Form der Haarentfernung – nämlich mit Zucker! Die süße Paste verspricht ein lang anhaltendes Enthaarungs-Ergebnis ohne Nebenwirkungen und mit weniger Schmerzen als etwa beim Waxing. Doch stimmt das so? Und kann wirklich jede/r sich selbst „sugarn“? Erfahre hier alles über diese Haarentfernung der süßen Art: Methode, Tipps, Anwendung. Und, ja, auch eine Anleitung zum selber machen inklusive Rezept.

Die Geschichte des „Halawa“

Im Orient hat das Sugaring eine lange Tradition. Vom Islam wird die regelmäßige Enthaarung sogar vorgeschrieben. Hier vertraut man dafür seit langem auf die Zuckerpaste. Oft treffen sich hierzu Gruppen von Frauen, kochen das Halawa zusammen und helfen sich bei der Epilation. Inzwischen ist das „Halawa“ in Deutschland eine eingetragene Marke. Sugaring wird in vielen Kosmetiksalons angeboten.

Woraus besteht die Zuckerpaste?

Die Hauptbestandteile der Zuckerpaste sind Zucker und meistens Zitronensaft. Die Zitronensäure löst eine so genannte Saccharose-Inversion aus: Der Zucker wird durch die Säure in Glucose und Fructose (sog. Inverzucker) aufgespalten. So entsteht die zähflüssige Paste, eine Art Kunsthonig. Alternativ wird statt Zitronensäure auch Salicylsäure verwendet. Durch Hinzufügen weiterer Zutaten kann die Konsistenz der Paste verändert werden. Die ursprüngliche Paste wird aber bevorzugt, da sie sehr allergenarm ist.

Was sind die Vorteile des Sugaring?

Glucose- und Fructose-Moleküle sind sehr klein. Deshalb können sie sich gut um den Haarfollikel legen. So können auch sehr kurze Haare effizient entfernt werden. Da die Zuckerpaste so tief in die Haarstruktur eindringt, kann das Haar oft mit der Wuchsrichtung abgezogen werden. Hier liegt bereits ein Unterschied zum Waxing. Dort wird oft entgegen der Wuchsrichtung gearbeitet. Sugaring Enthaarung ist also meist schmerzärmer und mit weniger Nebenwirkungen verbunden wie Haarbruch oder kleine Verletzungen. Zusätzlich muss Zuckerpaste nicht so stark erhitzt werden wie Wachs. Das reduziert die Belastung für die Haut. Zuckerpaste ist wasserlöslich, sie lässt sich unkompliziert entfernen. Einfach mit Wasser abspülen, fertig. Daher besonders gut für empfindliche Haut, die zu Pickelchen neigt.
Außerdem haftet Zucker nur am Haar selbst und an abgestorbenen Zellen. So wird während der Enthaarung nicht unnötig an der Haut gerissen und es kommt gleichzeitig zu einem gesunden Peeling-Effekt.

Sugaring im Intimbereich

Da die Konsistenz der Zuckerpaste verändert werden kann, ist es außerdem möglich, für empfindliche Körperstellen – wie zum Beispiel den Intimbereich – andere Pasten zu verwenden als z.B. für die Beine.

Kann das jede/r?

Ja und Nein. Prinzipiell ist Enthaaren mit Zuckerpaste auch für „Laien“ möglich. Aber das „Zuckern“ ist eine ganz schön klebrige Angelegenheit. Ob ihr euch selbst „sugarn“ könnt und wollt, kommt außerdem darauf an, wie schmerzempfindlich ihr seid. Wenn es um die Bikini- oder Intimenthaarung oder die Enthaarung der Achsel geht, ist es besser, sich einer professionellen Haarentfernung anzuvertrauen. In den meisten größeren Städten finden sich inzwischen Sugaring-Studios.

Anleitung zum selber machen

Hierbei gibt es zwei verschiedene Techniken.
Flicking: Bei der als „Flicking“ bezeichneten Technik wird die zähflüssige Zuckermasse mit den Fingern entgegen der Hautrichtung aufgetragen. Dann wird ruckartig mit der Wuchsrichtung abgezogen. Für diese Methode ist etwas Geschick und vor allem Übung gefragt! Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Die Zuckerpaste muss zäh und karamellig sein. Sie wird dann mithilfe eines Löffels oder mit den Fingern entnommen und geknetet, bis sie matt und fest wird.
2. Die Paste wird mit zwei Fingern glatt und entgegen der Wuchsrichtung auf die Haut aufgetragen. Am besten noch zwei bis drei Mal drüber streichen, um die Paste einzumassieren.
3. Das untere Ende des Wachsstreifens fassen und ruckartig mit der Wuchsrichtung abziehen – et voilà!
Streifentechnik: Wenn die Zuckerpaste etwas flüssiger ist oder ihr noch nicht viel Übung mit dem „Flicking“ habt, bieten sich auch Baumwollstreifen zur Enthaarung an. Hier wird die Zuckerpaste z.B. mit einem Holzspatel entgegen der Wuchsrichtung auf die Haare aufgetragen. Dann wird ein Baumwollstreifen darauf gelegt, angedrückt und mit der Wuchsrichtung abgezogen.

Rezept für selbstgemachte Zuckerpaste

200 g Zucker
100 – 200 ml Zitronensaft (je nach gewünschter Konsistenz)
oder: 300 g Zucker, 100 g Wasser, 100g Zitronensaft
Alle Zutaten zusammen in einen (am besten beschichteten) Topf füllen. Erhitzen und ständig umrühren, bis die Masse dickflüssig und gold- bis karamellgelb wird. Wichtig: Da die Masse aufkochen kann, am besten einen hohen Topf verwenden und darauf achten, dass beim Umrühren nichts spritzt. Die Paste wird sehr heiß! Abkühlen lassen, und dann:

Viel Spaß und viel Glück beim „Zuckern“!

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