Haarentfernung nach Ayurveda – dauerhaft und sanft?

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Oberlippenbärtchen und Körperbehaarung können lästig sein. Dabei geht es nicht um ein vom Mainstream heraufbeschworenes Schönheitsideal, sondern um das Wohlfühlen in der eigenen Haut. Für viele bedeuten regelmäßige Rasur oder andere Methoden der Haarentfernung tägliche Routine. Doch selbst drastische Maßnahmen wie Epilieren oder Heißwachs beseitigen das Problem nicht langfristig. Kann hier eine Methode der alten Gesundheitsleere Ayurveda dauerhaft Abhilfe schaffen?

Grundsätzliches

Für die sanfte Methode zur Haarentfernung nach Ayurveda benötigen Sie lediglich zwei Ingredienzien. Beide sind feste Bestandteile in der indischen Kunst der Lebensweisheit, Gesundheit und Körperpflege mit tausendjähriger Tradition. So wie alles im Ayurveda auf natürlichen Mitteln und Methoden beruht und die „Weisheit vom Leben“ einen ganzheitlichen Anspruch verfolgt, besteht das Rezept aus einer Mischung von Kusuma-Öl und der Rinde des Thanaka-Baumes.

Kusuma Öl

Das aus dem Samen der Kusuma-Blume gepresste Öl findet vielseitige Verwendung im Ayurveda. Es ist geschmeidig und von sanfter Konsistenz und riecht leicht nussig. Auf die Haut wirkt es reinigend und pflegend. Alte Hautpartikel entfernen Sie durch das Einreiben, wobei die Flüssigkeit durch die Poren dringt und wohltuende Wirkungen entfaltet. Eine Kombination hochwertiger Fettsäuren sorgt für Aufbau und Schutz und wirkt vorzeitiger Hautalterung entgegen. Sie finden das Öl in Bioläden und Reformhäusern oder in Onlineshops, die auf derartige Produkte spezialisiert sind.

Thanaka Pulver

Eine aus der Rinde des Thanaka-Baumes und Wasser angerührte Paste gehört zu den grundlegenden Bestandteilen traditioneller Kosmetik zum Beispiel in Birma. Viele Menschen dort verteilen die Paste auf Wangen, Stirn und Kinn. Die pflegenden Eigenschaften des Produkts konnten mit modernen Methoden nachgewiesen werden. Die Salbe aus Thanaka-Rinde schützt die Haut vor UV-Strahlung, wirkt rückfettend und gilt als Fänger von freien Radikalen als potentes Mittel gegen Hautalterung. Somit sorgt Thanaka für glatte, straffe Haut und einen gesunden Teint. Das Pulver hilft bei Pickeln und Hauterkrankungen, beugt diesen Phänomenen bei regelmäßiger Anwendung zusätzlich vor.
Die Herstellung folgt einem denkbar einfachen Verfahren. Auf Märkten oder neben Tempeln bieten Händler Aststücke oder Teile des Stammes zusammen mit grauen Reibsteinen an, an denen man die benötigte Menge Pulver von der Rinde abreibt. Die Farbe entspricht einem Weißlich-Gelb, der Duft des Holzes ist dezent. Er erinnert in erster Linie an Sandelholz. Hierzulande besorgen Sie sich das Holz ebenso wie das Kusumaöl beim gutsortierten Fachhändler.
Ein Beispiel zur inneren Anwendung von Thanaka zu Heilzwecken ist die Einnahme der Paste bei Erkältungen und Halsschmerzen. Besonders in ländlichen Regionen greift man auf dieses Naturheilmittel zurück, dessen Wirkung bisher nicht auf wissenschaftlichem Weg bestätigt werden konnte.

Anwendung der Paste zur Haarentfernung

Die Verwendung von Kusuma-Öl und Thanaka-Pulver zur sanften Haarentfernung gestaltet sich unkompliziert und ohne großen Aufwand. Nachdem Sie beide Komponenten im gleichen Verhältnis vermischt haben, verteilen Sie die daraus entstandene, gelbliche Paste gleichmäßig auf den betroffenen Stellen. Zuvor müssen die Hautpartien auf herkömmliche Weise von den Haaren befreit werden. Für welche Methode Sie sich dabei entscheiden, bleibt Ihren eigenen Vorlieben überlassen. Da das gesamte Konzept auf einem sanften Umgang auch mit sich selbst beruht, empfiehlt sich eine schonende Nassrasur mit sensitivem Schaum und Mehrfachklingen. So minimieren Sie Hautirritationen und stimmen sich und die Hautpartien auf angenehme Weise für den folgenden Prozess ein. Die Paste tragen Sie im Anschluss entgegnen der Wuchsrichtung der Haare durch gleichmäßiges Massieren auf. Das erfolgt von Hand oder unter Zuhilfenahme von Kräuterstempeln. Nach fünf Minuten Anwendung soll die Haut ruhen. Hierzu nutzen Sie möglichst die Nacht, wenden die Mischung also bevorzugt abends an. Im Durchschnitt werden als Anwendungsdauer 100 Tage veranschlagt. Richten Sie sich auf einen Zeitraum von drei bis vier Monaten ein, um dauerhaften Erfolg zu erreichen. Zwischen den einzelnen Anwendungen brauchen die Haare nicht täglich aufs Neue entfernt zu werden. Achten Sie unbedingt auf Regelmäßigkeit beim Aufbringen der Paste, vier bis fünf Mal in jeder Woche.

Fazit

Die sanfte Methode bringt dauerhafte Ergebnisse. Sie benötigt jedoch Zeit und fordert damit Ihre Geduld. Erfahrungsberichten zufolge lohnt sich dieser zeitliche Aufwand, da die Ergebnisse für sich sprechen. Weitere Nachteile außer dem Zeitfaktor sind bisher nicht bekannt. Im Gegenteil: Zu dem angestrebten Nutzen pflegt die Mischung Ihre Haut auf natürliche Weise.

Wer jedoch unter Zeitdruck steht und sich gegen die teils mühsame Beschaffung für die Haarentfernung nach Ayurveda sträubt, sollte sich unsere Alternativen für die dauerhafte Haarentfernung zu Hause ansehen.

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