Was bedeutet „Alopezie“?

Mediziner haben bekanntlich ihre eigenen Begrifflichkeiten. Einer dieser Begriffe ist Alopezie. Übersetzt in unsere Umgangssprache bedeutet es: Haarausfall. Allerdings in dem Sinne, dass die ausgefallenen Haare nicht mehr nachwachsen. Erfahre hier alles über Ursachen, Diagnosen und Therapie.

Jeder Mensch verliert Haare, tagtäglich, und das ist ganz normal. Die Folgen sind eindeutig: Die betroffene Körperstelle wird blank. Wenn es aber die Körperstelle ist, an denen Mann oder Frau gern Haare trägt, wie etwa das Haupthaar am Kopf, dann kann dieser Haarverlust für die Betroffenen zum Problem werden. Und das, obwohl Haarausfall nur in bestimmten Fällen als Krankheit gilt.

Welche Formen von Haarausfall gibt es?

Grob gesagt gibt es drei Formen von Haarverlust. Den androgenetischen Haarausfall (Alopecia androgenetica), den krankhaften Haarausfall (Alopecia areata) sowie den diffusen Haarausfall (telogenes Effluvium).
Alopecia androgenetica ist bedingt durch das Alter. Es ist also der normale Haarausfall, denn nahezu alle Menschen verlieren mit zunehmenden Alter immer mehr Haare. Offenkundig bei Männern ist die Glatze.
Als Alopecia areata gelten haarlose Stellen, die lokal begrenzt sind. Diese Stellen sind oft kreisrund, und gelten auch bei Männern als Krankheit.
Telogenes Effluvium bezeichnet die Form des Haarausfalls, wo überall am Kopf die Haare abfallen. Das sind dann die berühmten vielen Haare in der Bürste beim Kämmen. Daher auch die Bezeichnung diffuser Haarausfall. Hier sind vor allem Frauen betroffen.

Wen trifft es?

Männer sind häufiger betroffen als Frauen; und es gibt Zahlen, die darauf hindeuten, dass Raucher ebenfalls stärker betroffen sind. Bei Männern besonders typisch sind die „Geheimratsecken“ (Haarausfall am seitlichen Schläfen- bzw. Stirnbereich), oder die „Tonsur“, also Haarausfall am Scheitelbereich. Bei Frauen tritt Haarausfall oft nach den Wechseljahren ein. Hier vor allem im Scheitelbereich als zunehmend schütter werdendes Haar.

Was sind die Ursachen für Alopezie?

Die Gründe sind vielfältig, und die Bekämpfung von Haarausfall ist schwierig. Deshalb boomt auch der Markt mit Mittelchen, Wässerchen und Versprechungen. Alopezie kann zunächst erblich bedingt sein. Aber auch Hormonstörungen- oder Schwankungen, bestimmte Krankheiten, medikamentöse Nebenwirkungen, oder Fehlfunktionen bestimmter Organe wie etwa die Schilddrüse können ursächlich sein. Doch damit nicht genug. Auch falsche Ernährung, ungesunde Lebensweise oder Stress sind als Ursachen nicht völlig auszuschließen.

Diagnose

Aus dem oben gesagten ergibt sich, dass selbst eine seriöse medizinsche Diagnose schwierig ist. Hierzu werden medizinische Tests gemacht, wie etwa die Untersuchung des Blutes (= Erstellung eines Blutbildes), oder die Bestimmung des Hormonhaushaltes. Ein Trichogramm ist ein medizinischer Test, bei dem die Haarwurzeln und die Verteilung der Haare auf der Haut analysiert werden.

Haarausfall bekämpfen?

Wenn es so einfach wäre: Zauberwässerchen aufs Haupt, und glücklich sein. Leider ist dem aber nicht so. Viele, auch explizit medizinische Behandlungsmethoden, haben überraschend viele „Konjunktiv-Wörter“ in ihrer Beschreibung, wie etwa „kann helfen“ und „möglicherweise effektiv“. Dies bedeutet nichts anderes, als dass es keine 100% Abhilfe gibt. Was bei dem einen wirkt, muss nicht beim anderen helfen. Ein Möglichkeit wäre noch die Haartransplantation, allerdings gibt es noch nicht viele kontrollierende Langzeitstudien Studien hierzu.

Fazit

Wirksamkeits-Versprechungen sollten stets hinterfragt werden. Klar ist, wenn jemand unter Haarausfall wirklich leidet, dann ist das für den oder die Betroffene ein reales Problem. Aber wie bei fast allen psychischen Problemen, so gilt auch hier: Es muß beim Selbstwertgefühl angesetzt werden. Haarausfall kann Auslöser für mangelndes Selbstwertgefühl sein, muß aber nicht die Ursache sein.

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