Wenn „Haarlos“ zum Problem wird: Haarausfall

Künstliche Haarentfernung ist eine Sache. Fallen Haare aber allzu offensichtlich von alleine aus, dann ist dies etwas anderes. Denn leider geschieht Haarausfall meist an den falschen Stellen, und wird somit für viele zum Problem. Alles über Haarausfall: Ursachen, mögliche Abhilfen – und wie Du selbst als Betroffen/r damit umgehen kannst.

Schöne, gesunde und glänzende Haare auf dem Kopf gelten als jugendlich und vital. Sie wirken anziehend, ja sexy. Dagegen wird dünnes Haar, spärliches Haar, oder gar ein kompletter Haarausfall meist mit Alter, einem Mangel an Attraktivität, ja sogar Krankheit verbunden. Dabei muß nicht immer ein echtes gesundheitliches Problem dahinterstecken, wenn das Haar lichter wird.

Wenn das Selbstbewußtsein leidet

Doch egal, welche Ursachen es letztlich sind: Viele leiden unter der schwindender Haarpracht auf dem Kopf. Denn immer, wenn ein „Leiden“ überhand nimmt, dann wird es auch zu einem persönlichen Problem. Das Selbstbewusstsein schwindet, die seelischen Folgen können tatsächlich krank machen. Dabei ist Haarausfall ein sehr häufig auftretendes Phänomen. Geschätzt bekommen etwa 80 Prozent aller Männer und über 50 Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens Haarausfall. Beim starken Geschlecht führt der Haarausfall oft zu den sogenannten Geheimratsecken, zu zurückweichendem Haaransatz, zur Stirnglatze oder zur Tonsur. Bei Frauen wird eher der Scheitel lichter oder die Haare werden dünner und weniger.

Die Ursachen sind mannigfaltig

Am häufigsten ist Haarausfall erblich bedingt. Mehr als 90 Prozent aller Menschen mit Haarausfall haben Eltern, die ebenfalls darunter zu leiden. Schuld an dieser Art von Haarausfall sind die männlichen Sexualhormone, die ja bekanntermaßen auch Frauen haben. Seltener ist Haarausfall infolge von Autoimmun-Erkrankungen, Hormonstörungen, Medikamenteneinnahme, Chemotherapie oder Stress. Und manchmal findet selbst der beste Arzt überhaupt keine Ursache für den Haarschwund.

Was heißt überhaupt „Haarausfall“?

Die Frage ist berechtigt, denn ausfallende Haare sind zunächst völlig normal! Jeder Mensch verliert Haare. Und zwar ständig, weil sie sich immer wieder erneuern. Haare sprießen aus den Haarwurzeln, sie wachsen, sie ruhen und am Schluss fallen sie aus. Das ist der natürliche Lauf der Dinge.
Nur wenn mehr ausfallen, als neu gebildet werden, sprechen wir vom Haarausfall. Der beginnt im Schnitt dann, wenn mehr als 100 Haare täglich in Kamm oder Bürste landen. Am erblich bedingtem Haarausfall (der androgenetischen Alopezie) sind fast immer die Haar-Follikel, in denen die Haare gebildet werden, überempfindlich gegen die Androgene Testosteron und Dihydrotestosteron. Diese docken an den Rezeptoren der Follikel an und führen zuerst dazu, dass die Wachstumsphase der Haare sich immer mehr verkürzt. Schließlich kommt es zu einer Schrumpfung der Follikel und die Produktion wird ganz eingestellt.
Beim sogenannten kreisrunden Haarausfall (der Alopecia areata) handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, deren Ursache bis heute unbekannt ist.
Der diffuse Haarausfall (diffuse Alopezie) hat unterschiedlichste Ursachen wie Schilddrüsen-Fehlfunktionen, Diabetes, Eisenmangel, Strahlungs-Belastungen, Mangelernährung, Depressionen und vieles mehr. Manchmal ist es schwer, die genauen Ursachen zu ermitteln.

Kann man gegen Haarausfall was tun?

Die Antwort darauf lautet ganz klar „jein“. Ist irgendein Nährstoff-oder Mineralmangel der Haarwurzeln die Ursache des Haarausfalles, dann kann man ihn mit einer Ernährungsänderung stoppen. Sind Chemotherapien oder Bestrahlungen (zum Beispiel infolge von bei Krebsleiden) der Auslöser des Haarausfalls, dann werden in den allermeisten Fällen wieder Haare sprießen, wenn die Behandlung beendet wurde. Auch Medikamente können eventuell gegen andere Präparate ausgetauscht werden.
Aber in vielen anderen Fällen ist der Haarausfall ein unumkehrbarer Prozess, wenigstens nach dem heutigen Stand der Wissenschaft. Zwar gibt es viele Medikamente und Kosmetika gegen den Haarschwund. Ganze Industriezweige leben zum Teil nicht schlecht davon und Betroffene geben viel Geld aus, um die Haarpracht zu behalten. Doch die Wirksamkeit ist oft zweifelhaft. Auch Nebenwirkungen sind nicht immer völlig bekannt. Und wenn die Haarwurzeln einmal zerstört sind, bringt nichts sie wieder zum leben. Dann bleibt die Stelle kahl, ganz gleich welche teuren Shampoos, welches Haar-Tonikum aus Apotheke und Drogerie, oder welches sonstige „Wundermittel“ oder Hausmittel verwendet werden.

Es ist auch eine Frage der Einstellung

Betroffene sollten also immer auch versuchen, am Selbstbewusstsein zu arbeiten. Dies gilt vor allem dann, wenn am Haarausfall nichts geändert werden kann. Männer haben es hier leichter als Frauen. Es ist nämlich eine Tatsache, dass viele Frauen sich an einem lichten bis sehr lichten männlichen Haarschopf überhaupt nicht stören und Glatzen sogar ausgesprochen männlich und sexy finden. Ein kahler Kopf wirkt dominant, macht das Gesicht markanter, die Augen größer und kann sehr gut aussehen. Sieht etwa Bruce Willis ohne Haare nicht toll aus, sind Sean Connery und Pep Guardiola nicht mega sexy?
Bei Frauen ist das nicht so einfach. Natürlich gibt es hier viele Schönheiten, die trotz – oder wegen? – kurzem Haar phänomenal gut aussehen. Aber es gibt ja Möglichkeiten.

Was hilft? Mögliche Abhilfen

Extensions, Haarteile und Perücken wirken heute so echt, dass das Ersatzhaar vom natürlichen eigenen Haar überhaupt nicht mehr zu unterscheiden ist. Gerade bei den Haarteilen für lokalen Haarausfall gibt es mittlerweile ganz tolle Technologien, die mit dem Klebe-Toupet von früher gar nichts mehr gemein haben. Der Haarersatz wird mit Clips am eigenen Haar befestigt und dann verschweißt, verflochten und verklebt. Die „Täuschung“ ist dann so gut wie unsichtbar. Weiter gibt es medizinische Möglichkeiten, wie etwa eine Haartransplantation von anderen Teilen des Kopfes oder von anderen Körperstellen. Allerdings muss dabei bedacht werden, dass beim erblichen Haarausfall vermutlich auch die transplantierten Haarfollikel wieder geschwächt und letztlich auch zerstört werden. Betroffene gewinnen mit dieser Methode also nur Zeit und die Transplantationen müssen wahrscheinlich später wiederholt werden.
Ist der Haarausfall durch schwere innere Krankheiten bedingt, bringt eine Transplantation noch weniger. Hier hilft nur eine erfolgreiche Behandlung der Grunderkrankung.

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