Haare färben: Tipps, Tricks, Wissenswertes

Nicht immer sind es Haare an den falschen Stellen, die stören! Manchmal ist es auch die Farbe der Haare, die nicht gefällt. Die Lösung heißt natürlich: Haare färben. Hier unser kleiner Ratgeber in die Welt der bunten Haare!

Jedes Jahr zeigt die Werbung aktuelle Farbtrends. Ob blond, pastell oder komplett bunt, die Farben sind vielfältig und für jeden Typ geeignet. Dabei hat Haare färben eine lange Tradition. Bereits vor über 3000 Jahren können die Historiker die ersten Haarfarben nachweisen. Die bestanden aus natürlichen Komponenten wie Henna, Rastik oder Indigo. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten Wissenschaftler die ersten chemischen Färbemittel, die jedoch starke Hautreizungen auslösten. Seitdem wurden die Produkte immer weiter verbessert und die Palette der Farben erweitert. Heutzutage kannst du deine Haare in allen erdenklichen Farben colorieren.

Färben ist nicht gleich färben

Temporäre Farben
Die Methode, wenn der Look nicht lange halten muss! Durch Aufsprühen von Farbe kannst du deine Haare für einige Stunden colorieren. Die Farbe haftet am Haar, kann jedoch durch Wasser und Shampoo wieder entfernt werden. Beliebt ist diese Art des Färbens im Karneval oder bei Verkleidungsfeiern, da es die Sprays in allen Farben gibt, aber nicht beständig haftet.
Haare tönen
Hier bleibt die Haarfarbe längere Zeit im Haar, da sie nicht auf dem Haar haftet, sondern sich mit der Haarstruktur verbindet. Die Farben sind nicht so intensiv und werden nach mehreren Haarwäschen die Ursprungsfarbe wieder komplett entfernt.
Dauerhafte Farben
Wenn die Farbe vollkommen in die Haarstruktur eindringt, spricht man von dem Färben der Haare. Die Farbe kann nicht ausgewaschen werden, sondern wächst mit dem Haar heraus. Bei sehr dunklen Haaren, die hell gefärbt werden sollen, ist zuvor eine Aufhellung bzw. Blondierung notwendig, da sonst eine hellere Farbe nicht sichtbar werden kann.

Wie finde ich die richtige Farbe für mich?

Auf den Produktpackungen befindet sich eine Farbtafel, die die wahrscheinlichen Ergebnisse der Farbe je nach Ausgangsfarbe darstellt. Möchtest du zum Beispiel in einem Rotton deine Haare färben, zeigt die Tafel für blonde Haare ein helleres Rot als für dunkle Haare. Betrachte hier nur deinen Ausgangston, um dir das richtige Produkt auszusuchen.
Unter den Farben gibt es Produkte mit oder ohne Ammoniak. Dies riecht sehr stark, kann zu Reizungen führen und strapaziert das Haar und die Kopfhaut, hält jedoch länger als Produkte ohne Ammoniak.
Tipp: Wenn du sehr langes Haar hast, kaufe besser zwei Packungen der Farbe.

Haare selber färben zu Hause

Grundsätzlich ist es einfacher, das Haar von hell auf dunkel zu färben. Das Ergebnis von dunkel auf hell kann stark von der Vorlage abweichen, da die Farbe nicht so intensiv sichtbar wird. Hier muss mit einer Aufhellung vorbereitet werden.

Suche dir einen ruhigen Platz, denn Haare färben erfordert besonders beim ersten Mal Geduld. Verwende ein altes Handtuch oder Shirt, denn die Flecken gehen nicht mehr durch Waschen heraus. Alles, was mit der Farbe in Berührung kommt, wird sich färben. Lege auch einen alten Lappen bereit, mit dem du Spritzer wegwischen kannst. Vaseline schützt die Haut bei den Haaransätzen, sich mit zu verfärben. Zusätzlich brauchst du noch einen Kamm, um die Haare in Strähnen abzutrennen. Das Produkt enthält sonst alle Materialien wie Handschuhe und Mischfläschchen, die du brauchst.

Bevor du startest, lies dir die Beschreibung einmal durch. Hier entnimmst du, wie du das Haar vorbereiten sollst. Trage anschließend die Vaseline auf die Haut der Haaransätze, um dort ein Verfärben zu vermeiden. Nun kannst du die Farbe anmischen. Sie besteht meist aus zwei Komponenten, die miteinander kombiniert werden, um zu reagieren. Nun kannst du mithilfe des Kamms die Farbe Strähne für Strähne vom Haaransatz an aufbringen. Arbeite dabei genau, um Flecken zu vermeiden.

Die Restfarbe kannst du anschließend auf dem Haar verteilen und wie Shampoo einmassieren. Danach wirkt die Farbe zwischen 20 und 30 Minuten ein. Je länger sie auf dem Haar ist, desto stärker zieht die Coloration in das Haar. Danach musst du die Farbe gründlich auswaschen, bis das Wasser klar ist. Zum Schluss trägst du noch die beiliegende Kur auf, um das Haar zu pflegen.

Ist das Färben gefährlich?

Die Farben sind mittlerweile sehr gut verträglich. Empfindliche Menschen können aber leider dennoch mit einem Hautausschlag auf die Farbe reagieren. Somit ist es empfehlenswert, das Produkt vor der kompletten Anwendung erst an einer kleinen Stelle, wie etwa dem Handgelenk, zu testen, um mögliche Reaktionen oder eine Allergie zu sehen. Merkst du beim Färben, dass es stark juckt, spüle die Farbe sofort gründlich aus.

Oder doch besser Haare färben beim Frisör?

Wenn du nicht selbst färben möchtest, kannst du auch zu deinem Friseur gehen. Dies bietet verschiedene Vorteile: Ein Experte kann dich beraten, welche Farbe zu dir passt, und auch das Farbergebnis bereits einschätzen. Das Ergebnis wird gleichmäßig und zusätzlich kannst du die Haare gleich schneiden lassen. Auch Strähnen und ein Farbverlauf kann der Friseur professionell einarbeiten. Jedoch ist ein Gang zum Friseur deutlich teurer, als selbst zu färben.

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1 Kommentar

  1. Hallo, ich selber habe früher meine Haare immer färben lassen (von straßenköter-blond auf hellblond), bin aber seit ca. 1 Jahr auf Tönen umgestiegen.. Ich kann es definitiv empfehlen, die Haare sind voller und haben weniger Spliss.. Färben scheint doch deutlich schwerwiegender für die Haarstruktur zu sein… Nur als Tipp für diejenigen, die auch mit ihren Haaren zu kämpfen haben 🙂 Viele Grüße, Tilda

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