Dauerhafte Haarentfernung zu Hause – geht das überhaupt?

Spätestens zur Sommer- und Badesaison wird für viele dauerhafte Haarentfernung (wieder) ein Thema. Denn tägliches Rasieren ist nicht nur lästig, sondern kann auch die Haut in Mitleidenschaft ziehen. Pickelchen an Beinen oder in der Bikinizone sind ja auch wirklich kein schöner Anblick. Und der Gang ins Studio ist teuer. Was also sind die Alternativen? Und was kannst Du selber zuhause machen?

Frauen mit starken oder dunklen Haaren haben zudem beim Rasieren manchmal das Problem, dass ein „Bartschatten“ zurück bleibt. Andere Methoden arbeiten gründlicher, indem sie das Problem, im Sinne des Wortes, „an der Wurzel“ anpacken. Hier also unser Überblick: Methoden für die dauerhafte Haarentfernung – Techniken, Wirksamkeit, Vorteile, Nachteile, Preise und Kosten!

Die Haare wegblitzen: Lichttherapie (IPL)

Eine ziemlich effektive Methode für dauerhafte Haarentfernung ist „IPL“. IPL steht dabei für „Intense Pulsed Light“. Es geht also um Lichtimpulse, die das Haarfollikel zerstören. Etwa 6 – 30 Behandlungen sollen dazu führen, dass die Haare endgültig ausfallen und nicht wieder nachwachsen. Die Technik dahinter: Verschiedene Wellenlängen von Licht dringen in das Haar ein. Daraus entsteht Wärme, die anschließend die Wachstumszellen der Haare abtötet. Es soll aber nur bei dunklem Haar funktionieren, am besten in Kombination mit heller Haut. Zusätzlich funktioniert IPL nur bei Haaren in der Wachstumsphase. Damit man also wirklich alle Haare erwischt, muss die Behandlung regelmäßig wiederholt werden. Für die schnelle Haarentfernung zwischendurch ist IPL also nicht empfehlenswert, aber dafür dauerhafter.

IPL Geräte für zu Hause?

Auch wenn es sich sehr technisch anhört und der Gang in ein professionelles Haarentfernungsstudio immer eine gute Empfehlung ist: Es gibt auch IPL Geräte für zu Hause. Die Preise beginnen bei etwa 100 EUR für sehr günstige Geräte. Die Behandlung ist dabei relativ einfach. Das Gerät (das ein wenig wie eine Laserpistole aussieht) auf die Haut auflegen und los geht’s. Wichtig dabei ist, dass Du Dich genauestens an die Bedienungsanleitung hälst! Zum einen, um auch tatsächlich eine dauerhafte Haarentfernung zu erreichen, zum anderen aus Gründen der Sicherheit. Tipp: Lies unseren Test IPL Geräte. Hier stellen wir ausführlich einige der besten IPL Geräte vor, wie etwa den Philips Lumea.

Günstig, aber schmerzhaft: Der Epilierer

Ein Epilierer ist im Elektrofachgeschäft bereits ab ca. 30 Euro zu haben. Das Set mit verschiedenen Aufsätzen und Zubehör bekommst Du auch schon für unter 100 EURO. Im Vergleich zum monatlichen Besuch eines Waxing-Studios hat man diesen Preis also nach 2 bis 3 Monaten wieder raus.
Allerdings ist die Epilation nicht für jeden etwas. Sie ist verhältnismäßig schmerzhaft (auch wenn die Anwendung unter der Dusche den Schmerz etwas lindern kann), und eignet sich deshalb eher für unempfindliche Regionen wie die Beine. Wer also Bikinizone oder Achseln damit enthaaren will, muss schon härter im Nehmen sein! Zusätzlich ist das Epilieren recht langwierig. Kurze Haare werden mitunter schlecht erfasst. Zudem kann die Haut in Mitleidenschaft gezogen werden, was in roten Flecken oder eingewachsenen Haare resultiert. Tipp: Auch hier haben wir einige der besten Geräte näher angeschaut. Mehr hierzu findest Du in unserem Epilierer Test.

Nicht nur für Brasilianer: Waxing

Beim Waxing werden Körperpartien mit Warm- oder Kaltwachs, das auf Streifen aufgebracht ist, enthaart. Kaltwachs ist z.B. bereits fertig mit Streifen im Einzelhandel erhältlich und muss nur noch kurz zwischen den Handflächen erwärmt werden. Es eignet sich am besten zur Enthaarung von kleinen Körperpartien, z.B. Augenbrauenkorrektur oder Oberlippe. Warmwachs wird vor dem Auftragen erhitzt und dann mit einem Spatel auf die Haut aufgetragen.
Auch Waxen kannst Du zuhause selber machen. So kannst Du z.B. ganze Warmwachs-Stationen bereits für ca. 30 Euro kaufen. Hier werden Wachs-Patronen in einer Station erwärmt, das Wachs kann dann auf die Haut „gerollt“ werden. Das ist gar nicht so schwer. Anschließend werden Vliesstreifen auf die Haut gepresst und ruckartig (entgegen der Wuchsrichtung) abgezogen. Das ist zwar schmerzhaft, resultiert dafür in 4 – 6 Wochen Haarfreiheit. Diese Methode ist für alle Körperstellen geeignet.
Der Nachteil bei Wachs: Überreste auf der Haut lassen sich meist nur mit speziellen Ölen entfernen. Diese können zu Pickeln oder Entzündungen führen oder bei empfindlicher Haut Allergien auslösen.
Wenn Du Dich dafür interessierst: In unserem Haarwachs Test findest Du viele weitere Informationen!
Komfortabler und meist auch besser ist natürlich das Profi-Studio. Für ein Brazilian Waxing mußt Du aber mind. 20 – 30 Euro rechnen, die Preise schwanken jedoch stark, je nach Stadt oder Qualität des Waxing-Studios.

Die süße Alternative zum Wachs: Sugaring

Sugaring funktioniert ganz ähnlich wie Waxing. Satt Wachs kommt hierbei aber eine spezielle Zuckerpaste zum Einsatz. Diese wird mit den Händen aufgetragen und dann mit einer speziellen Technik namens „Flicking“ schnell wieder entfernt. Du kannst die Paste aber auch mit einem Spatel auftragen und dann mit einem Vliesstreifen entfernen.
Der Vorteil des Sugaring: Da die Zuckerpaste mit der Wuchsrichtung entfernt wird, entstehen weniger Hautreizungen. Außerdem ist die Paste zu 100% natürlich und allergenarm. Überreste der Paste können nach der Enthaarung einfach mit Wasser entfernt werden. Das wiederum beugt Entzündungen vor. Auch hier hält die Wirkung ca. 4-6 Wochen an. Zusätzlich verspricht das Sugaring zunehmend feineren und abnehmenden Haarwuchs.
500g Zuckerpaste kosten im Internet ca. 10 Euro, auch Vliesstreifen sind relativ günstig zu haben. Je nach benötigter Menge kommt man mit einem Tiegel Zuckerpaste schon mehrere Monate über die Runden. Die Vliesstreifen können nach jeder Behandlung ausgewaschen und wieder verwendet werden.
Für ein „Brazilian“ Sugaring werden in einem Studio ca. 30 Euro (studio- und stadtabhängig) fällig.

Bereit zum Abschuss: Laser Haarentfernung

Eine Laser-Behandlung funktioniert ähnlich wie eine IPL-Behandlung. Der Laser konzentriert sich aber stärker auf eine kleine Fläche und gilt somit als wirkungsvoller.
Fachleute empfehlen, Laserbehandlungen nur von medizinisch geschultem Fachpersonal durchführen zu lassen, oder beim Hautarzt. Außerdem stellt sich erst nach einigen Behandlungen ein sichtbarer Erfolg ein. Die Behandlungskosten sind aber happig. So kannst Du etwa für eine Enthaarung der Beine mit etwa 700 Euro rechnen.

Dauerhafte Haarentfernung zuhause auch per Laser?

Es gibt natürlich auch Geräte für die Haarentfernung zu Hause. Diese Lasergeräte sind meist schwächer als die Geräte beim Arzt. Laser dürfen zudem nicht für die Enthaarung in Augennähe (z.B. Augenbrauen) eingesetzt werden. Ein Lasergerät schlägt mit mehreren Hundert Euro zu Buche. Doch die DIY-Laserbehandlung ist mit Vorsicht zu genießen. Bei unsachgemäßer Behandlung kann es zu Hautrötungen und Blasenbildungen bis hin zu Narben kommen. Bei dunkleren Hauttypen können außerdem Pigmentveränderungen auftreten. Auch ist eine Laserbehandlung nicht schmerzfrei. Nach einer Laserbehandlung sollte auf jeden Fall für längere Zeit die Sonne gemieden werden, bei Kontakt mit Sonne sollte besonders starker Sonnenschutz verwendet werden. Auch Sauna und Solarium sind danach erst einmal für ein paar Wochen Tabu.

Fazit:

DIE beste Methode für die dauerhafte Haarentfernung zu Hause gibt es nicht! Individuelle Vorlieben, Empfindlichkeiten sowie Haut- und Haartypen sind einfach zu unterschiedlich. Was für Dich in Frage kommt, entscheidest allein Du, am besten zusammen mit einem Experten aus dem Studio, oder Deinem Hautarzt.

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