Epilation oder Depilation: Wie werde ich die Haare besser los?

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Es ist ja die Gretchenfrage der Haarentfernung schlechthin: Wie werde ich die lästigen Haare am besten los? Und welche Methode ist die gründlichste? Grundsätzlich ist dies aber immer auch die Frage: Epilation oder Depilation? Was also ist besser? Wir bringen Licht ins Dunkel!

Bei der Haarentfernung unterscheidet man zwischen Depilation und Epilation. Depilation bedeutet, dass nur der sichtbare Teil des Haares – also alles, was sich oberhalb der Haut befindet – entfernt wird. Bei der Epilation hingegen entfernt man das Haar mitsamt der Haarwurzel. Dieser Artikel soll Entscheidungshilfe bieten und Euch die gängigsten Methoden zur Depilation und zur Epilation vorstellen: Vorteile, Nachteile, Risiken, Wirksamkeit.

Methoden zur Depilation

Rasieren


Rasieren kann man so ziemlich überall, wo Haare wachsen: Arme, Beine, Kopf… Die Rasur hat dabei die verschiedensten Gründe: Hygiene, Ästhetik oder – im Falle von Sportlern – zur Verringerung des Luft- oder Wasserwiderstands. Beim Rasieren wird das Haar direkt auf der Haut abgeschnitten. Man unterscheidet die Nassrasur mit Wasser und evtl. Rasierschaum oder Gel von der Trockenrasur, die mit einem Elektrorasierer durchgeführt wird.
Vorteile: Rasieren ist sehr kostengünstig. Rasierer sind überall gut erhältlich, kosten wenig und eignen sich auch auf Reisen. Außerdem geht das Rasieren sehr schnell: Unter der Dusche, in der Badewanne, unterwegs – wer ein schnelles Ergebnis braucht, greift am Besten zum Rasierer. Zudem ist Rasieren im Vergleich zu anderen Methoden der Haarentfernung so gut wie schmerzfrei. Außer, Du schneidest Dich. Aber mit einem guten Rasierer und etwas Übung kommt das selten vor. Zu guter Letzt ist das Angebot an Geräten riesig: Ob Einwegrasierer, ob die Anzahl der Klingen, ob elektrisch oder nass – Du hast eine große Auswahl!
Nachteile: Die Haare wachsen sofort wieder nach. Bei manchen stoppelt, juckt und kratzt es. Deshalb muss die Rasur sehr oft wiederholt werden, was die Haut reizen kann. Auch können Haare einwachsen oder sich entzünden. Und besonders bei Menschen mit heller Haut und dunklen Haaren kann ein unangenehmer „Bartschatten“ zurückbleiben.

Enthaarungscreme

Cremes zur Enthaarung bestehen im Wesentlichen aus alkalischen Wirkstoffen mit hohem pH-Wert, zum Beispiel aus Kalium- oder Ammoniumsalzen. Diese spalten das Haarkeratin auf. Das führt dazu, dass sich das Haar oberhalb der Haut auflöst und dann leicht entfernt werden kann. Hierfür lässt man die Enthaarungscreme einige Minuten einwirken und entfernt sie dann mit einem Spatel. Danach gut abduschen!
Vorteile: Enthaarungscreme wirkt relativ schnell und man kann damit auch große Flächen auf einmal enthaaren – zum Beispiel für die Beine ideal. Auch ist Enthaarungscreme ziemlich günstig und kann fast überall erworben werden.
Nachteile: Das Haar wächst relativ schnell nach. Manche Inhaltsstoffe können giftig sein, was zu allergischen Reaktionen oder Unverträglichkeiten auf der Haut führen kann. Deshalb die Creme am Besten immer an einer kleinen Hautstelle testen! Außerdem empfinden manche den Geruch als sehr unangenehm. Die hinzugefügten Duftstoffe machen es da nicht immer besser.
Hier findest übrigens detaillierte Infos: Enthaarungscremes – Was ist das eigentlich?

Methoden der Epilation

Waxing

Beim Waxing, vor allem bekannt als „Brazilian Waxing“, wo sämtliche Haare im Intimbereich entfernt werden, wird man die Haare mitsamt der Haarwurzel los. Ein spezielles Wachs wird (meist mit einem Spatel) auf die Haut aufgetragen und dann entweder mit einem Vliesstreifen (beim Warmwachs) oder nach dem Verfestigen mit der Hand ruckartig entgegen der Wuchsrichtung abgezogen.
Vorteile: Die Haarentfernung hält lange an. Bei regelmäßigem Waxing können sich die Abstände zwischen den Behandlungen sogar vergrößern, die Haare wachsen langsamer und feiner nach. Meist gibt es weniger Hautreizungen als bei der Rasur.
Nachteile: Aua! Waxing ist ziemlich schmerzhaft, und die Schmerzen können sich je nach Person oder spontaner Verfassung ändern. Durch eine erfahrene Depiladora können die Schmerzen zwar verringert, aber nie ganz verhindert werden. Auch hier können außerdem Haare einwachsen.

Sugaring

Eng verwandt mit dem Waxing, ist das Sugaring, eine Tradition aus dem Orient. Statt eines speziellen Wachses wird hier eine Zuckerpaste verwendet. Diese wird mit den Händen oder mit einem Spatel entgegen der Wuchsrichtung auf der Haut aufgetragen und mit der Wuchsrichtung entweder mit Vliesstreifen oder in einer speziellen Technik („Flicking“) entfernt.
Vorteile: Wie beim Waxing auch wird das Haar mit der Wurzeln entfernt. Dadurch hält die Haarlosigkeit mehrere Wochen an. Bei regelmäßiger Behandlung kann sich das Wachstum der Haare ebenfalls verlangsamen, die Haare werden feiner. Zudem ist die Zuckerpaste allergenarm und oft leicht verträglich. Durch die spezielle Technik (das Abziehen mit der Wuchsrichtung) treten weniger Hautirritationen auf als beim Waxing. Da die Zuckerpaste tief die Poren einsinken kann, kann das Sugaring auch schon bei sehr kurzen Haare durchgeführt werden.
Nachteile: Auch das Sugaring ist mit Schmerzen verbunden, auch hier können hinterher Haare einwachsen. Zudem ist die Anwendung recht klebrig und erfordert etwas Übung.

Epilierer

Epilierer sind kleine Geräte, die sozusagen mit „rollenden Pinzetten“ ausgestattet sind und viele Haare gleichzeitig zupfen. Die Anwendung ist einfach zuhause durchzuführen.
Vorteile: Epilierer sind schon relativ günstig zu haben und einfach zu bedienen. Es gibt viele verschiedene Aufsätze, und die Hersteller entwickeln die Maschinen ständig weiter. Die Haare werden mit der Wurzeln entfernt, die Haarlosigkeit hält also relativ lange vor.
Nachteile: Aua, AUA! Epilieren ist schmerzhaft und dauert meist länger als Wachsen. Haare können einwachsen oder sich entzünden, und oft bleiben erst einmal unschöne rote Punkte zurück.
Tipp: Wenn Du einen Epilierer kaufen möchtest, dann lies vorher unseren Epilierer Test!

Dauerhafte Haarentfernung durch Laser und IPL

Bei Laser- und IPL-Behandlungen werden die Haare mit konzentrierten Lichtimpulsen beschossen. Die Haarwurzel wird erhitzt und zerstört, die Haare fallen aus und wachsen auch nicht wieder nach. Die dauerhafteste aller Enthaarungsmethoden.
Vorteile: Sind die Haare einmal weg, wachsen sie nie wieder oder erst nach einiger Zeit nach. Die Behandlung ist relativ einfach und bei sachgemäßer Durchführung relativ ungefährlich.
Nachteile: Der Preis! Die Behandlung bei Hautarzt oder im Studio kann schnell mehrere Hundert Euro kosten. Bei unsachgemäßer Durchführung kann es außerdem zu Pigmentveränderungen, Verbrennungen oder Narben kommen. Auch ist die Wirksamkeit nicht immer garantiert (z.B. bei hellen Haaren).

Epilation oder Depilation? Das Fazit

Grundsätzlich gilt: jede Haut, ja sogar jede Körperstelle, ist anders. Die beste Methode mußt Du ganz persönlich für Dich herausfinden. Tipp: Manchmal kann auch eine Kombination von Methoden gut sein. So kannst Du etwa die Beine epilieren, und die Bikinizone mit Enthaarungscreme behandeln!
Generell sind Depilationsmethoden günstiger als die Epilation, besonders wenn diese in speziellen Studios durchgeführt wird. Andererseits hat man nach der Epilation länger Ruhe.

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